Kalenderblatt
09. Februar 10

Geburtstag: Alban Berg, Komponist (1885)
Todestag: Karl Valentin, Komödiant (1948)
Heiliger des Tages: Apollonia, Jungfrau (Patronin der Zahnärzte)
Weiteres zum Tage: Im Vatikanstaat wird die Republik ausgerufen (1849)

Zitat des Tages
"Fremd ist der Fremde nur in der Fremde."

KARL VALENTIN
'Die Fremden' (Dialog aus dem Jahr 1940, u.a. in: Das Beste von Karl Valentin, herausgegeben von Elisabeth Veit, München 2002, Seiten 36 bis 38)

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8 posts categorized "Film"

16. Dezember 09

Bäckerkrieg in der Kleinstadt

Schwäbische Alb als Schauplatz eines Sechsteilers 

Baden-Baden (ots): Das Leben könnte so schön sein für die Familie Laible. Seit Generationen betreibt sie ihre Bäckerei in der verträumten schwäbischen Kleinstadt Schafferdingen am Rand der Schwäbischen Alb. Doch da hält das Unheil in Gestalt des industriellen Großbäckers Frisch seinen Einzug. Der eröffnet direkt  neben der Bäckerei einen Verkaufsladen mit Billigbackwaren. Es kommt, wie es kommen muss: Zwischen der Familie der Traditionsbäckerei Laible und dem Leiter des modernen Backbetriebs Manfred Frisch entbrennt eine heftige Fehde, während sich – wer hätte das (nicht) gedacht? – die Sprösslinge der verfeindeten Parteien ineinander verlieben. Doch dies bleibt nicht der einzige Konflikt im Kampf David gegen Goliath am Fuße der Alb. Doch alles ist nicht so schlimm, denn schließlich handelt es sich nur um eine der üblichen Fernseh-Serien, produziert vom SWR in sechs Folgen des schwäbischen Mundartmehrteilers „Laible und Frisch", auf die Zuschauer los lässt. Jeweils zwei davon werden am 25., 26. und 31.Dezember ab 18.00 Uhr im SWR Fernsehen gezeigt.

16. November 09

Klingelnde Kinokassen

Der Film „2012“ nutzt Ängste der Menschen und schürt Hysterie 

Los Angeles/Hollywood (pte). Mit dem brandneuen Katastrophenfilm „2012" (www.whowillsurvive2012.com) des deutschen Regisseurs Roland Emmerich ist am vergangenen Wochenende in den Kinos ein so genannter neuer Mega-Blockbuster gestartet. Der mit Special Effects gespickte Streifen, der auf einer vom Maya-Kalender abgeleiteten Weltuntergangstheorie basiert, soll für das Produktionsstudio Sony Pictures kräftig die Kassen klingen lassen. Hierfür wurde im Web ein Marketing-Hype inszeniert, der so stark ist, dass die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA mittlerweile Überstunden leisten muss, um besorgten Menschen zu  erklären, dass die Welt auch nach dem Jahr 2012 weiter existieren wird. Dabei geht es in Wahrheit nur darum, die Ängste der Menschen auszunutzen, um richtig kräftige Gewinne einzufahren. Und das scheint in der Tat gut zu funktionieren. Orson Welles lässt grüßen. Obwohl der Film bei den Kritikern bislang eher nur bescheidene Wertungen abräumen konnte, ist die stark online-fokussierte Strategie Sonys auf das Marketing  bereits aufgegangen. So berichtet etwa das US-Branchenblatt Variety, dass der Katastrophenfilm allein am Eröffnungswochenende insgesamt 225 Millionen Dollar (65 Millionen in den USA und 165 Millionen international) in die Kassen gespült haben soll. Sein Budget von 200 Millionen Dollar hat der Streifen damit bereits wenige Tage nach dem offiziellen Kinostart wieder eingespielt. 

„Solche Weltuntergangstheorien sind für die Menschen im Grunde genommen immer eine Möglichkeit, sich von den aktuellen Problemen ihres Alltags abzulenken", sagtet Peter Vitouch, Medienpsychologe und Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien www.univie.ac.at/Publizistik, der Agentur pressetext. Im Internetzeitalter könnten sich derartige Thesen wesentlich stärker und schneller verbreiten als noch vor einigen Jahren. „Die meiste Aufmerksamkeit kann heute sicherlich im Web erregt werden", betont Vitouch. Dass es angesichts des neuen Kinofilms gleich zu einer derartigen Massenhysterie kommt, sei allerdings ungewöhnlich. „Solche Weltuntergangstheorien sind nicht neu. Zu Nestroys Zeiten hatten die Menschen Angst vor Kometen, zur Jahrtausendwende befürchteten sie den Zusammensturz der Computersysteme und jetzt wird der Maya-Kalender als brauchbares Motiv für das Ende der Welt herangezogen", so Vitouch.


09. November 09

Wenn die SOKO zweimal klingelt ...

ZDF als Tummelplatz von Sonderkommissionen 

Stuttgart/Frankfurt am Main: Wenn die SOKO und ihre Beamten einmal, zweimal oder dreimal klingeln, schnell mal die Pistolen ziehen oder die Tür eintreten, weil niemand öffnet, ist Vorabendzeit, mit den zweifellos erfolgreichen SOKO-Serien des Zweiten Deutschen Fernsehens. Gleichwohl verbflüfft die Phantasielosigkeit der Progrannmacher, was die Bezeichnungen angeht – oder doch nicht? Immerhin wurde der zunächst als „SOKO Rhein-Main“ konzipierte und dann als „Spezialisten von Rhein-Main“ ausgetrahlte Ableger aus Frankfurt und Umgebung  vor einiger Zeit nicht weitergeführt, weil irgendwie doch der letzte Kick fehlte – trotz Marita Marschall und Sven Martinek als Protagonisten. Aber ansonsten boomt trotz des Titel-Eintopfs die knappe Krimi-Stunde. Die legendäre Soko 5113 aus München, mit Werner Kreindl, Wilfried Klaus und jetzt Gerd Silberbauer als Chefs der vergangenen Jahre, bearbeitet immerhin schon seit über 30 Jahren (seit 1978) ihre Fälle 100 Prozent erfolgreich, alle anderen „SOKO“-Serien sind erst im Laufe der Zeit, aber alle später dazu gekommen, „Franchise“-Modelle, wie das ZDF selbst verkündet, wobei zwei im benachbarten Österreich spielen, und oft mit deutschen Darstellern unterfüttert werden; wie überhaupt die Casting-Abteilungen mehr und mehr prominente Gaststars verpflichten. Die verantwortlichen Mimen der Serien sind in Leipzig Andres Schmidt-Schaller, in Wismar Udo Kroschwald, in Köln erst Gundula Rapsch und jetzt Sissy Höfferer, in Kitzbühel Kristina Sprenger und Wien u.a. Stefan Jürgens.

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26. Oktober 09

Melodram in Kilians Kinopalast

Kino-Erinnerungen an einen alten englischen Spielfilm 

Frankfurt am Main: Sachsenhausen in den frühen Fünfziger Jahren, zwei Kinos gibt es damals in diesem Frankfurter Stadtteil: das Harmonie am Lokalbahnhof, das heute noch existiert, und die Lichtspiele in der Wallstraße, in der Nähe des Äppelwoi- oder auch Ebbelwei-Viertels. Von den Insidern wird das Kino nach dem graumelierten Besitzer, der meist selbst an der Kasse sitzt, Billets verkauft und abreisst, auch „Ki-Ki-Pa“ genannt (Kilians Kino-Palast), aber ein Palast ist es wahrlich nicht, vielmehr ein schmales Handtuch, weniger als  200 Sitzplätze, an der rechten Seite bullert im Winter ein mit Kohle oder Briketts betriebener Ofen – und weil die Filme vom Vorführer mit Rückprojektion von hinten auf die Leinwand geworfen, und von einem Spiegel umgelenkt werden, geht auch einiges an Leuchtkraft verloren. Die Streifen wirken meist etwas düsterer als in anderen Lichtspielhäusern, aber das macht die Schwarz-Weiß-Dramen irgendwie noch intensiver, noch spannender. 

Viele englische Filme werden vor und nach der Währungsreform von 1948 in den Besatzungszonen oder danach in der noch jungen Bundesrepublik gezeigt. Die Darsteller von der Insel heißen James Mason, Margret Lockwood, Phyllis Calvert, Stewart Granger. Manche von ihnen werden später in den USA zu Stars. Eine der großen Produktionsfirmen in London sind die Gainsborough Studios, heute längt abgerissen und zu einem Wohnviertel geworden. Meistens tritt die Rank Organisation als Verleiher auf, ein beeindruckendes Firmenzeichen läutet stets den Beginn des Films ein: ein muskulöser Mann mit nackten Oberkörper schlägt in zeitlupenhaftem Tempo auf einen gewaltigen Gong; die Zuschauer werden in Spannung und Erwartung auf die kommenden 90 Minuten versetzt. Die Wirkung auf das Publikum im Saal ist außerordentlich stark; nur der brüllende MGM-Löwe aus dem fernen Hollywood kann da noch mithalten.

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04. Mai 09

Geburtstagskind der Woche: Audrey Hepburn

Zum achtzigsten Geburtstag sei erinnert an die großartige Audrey Hepburn, die viele ausgezeichnete Filme durch ihren Auftritt noch veredelt hat, so z.B. Roman Holiday (dt. Ein Herz und eine Krone), Sabrina, Funny Face (dt. Ein süßer Fratz), The Nun's Story (dt. Geschichte einer Nonne), Breakfast at Tiffany's (dt. Frühstück bei Tiffany), Charade, My Fair Lady oder Wait Until Dark (dt. Warte, bis es dunkel ist).

Hier eine Hommage an die Hepburn:

20. Januar 09

Zum Todestag: Erinnerung an Audrey Hepburn

Heute vor sechzehn Jahren starb die großartige Audrey Hepburn, die viele ausgezeichnete Filme durch ihren Auftritt noch veredelt hat, so z.B. Roman Holiday (dt. Ein Herz und eine Krone), Sabrina, Funny Face (dt. Ein süßer Fratz), The Nun's Story (dt. Geschichte einer Nonne), Breakfast at Tiffany's (dt. Frühstück bei Tiffany), Charade, My Fair Lady oder Wait Until Dark (dt. Warte, bis es dunkel ist).

Hier eine kleine Erinnerung an die Hepburn:

24. September 08

Geburtstagskind der Woche: Jim Henson

Am 24. September 1936 wurde Jim Henson geboren. Die erste Puppenshow, die der Erfinder der Muppets kreierte, hieß Sam and Friends und lief vom 9. Mai 1955 bis zum 8. Dezember 1961:


Henson trat danach in weiteren Sendungen auf und zeichnete zudem für einige Werbespots verantwortlich:


Mit Rowlf, dem Hund, trat er danach in der Jimmy Dean Show auf. Hier ein Ausschnitt vom 17. Dezember 1964:


Danach kam der Durchbruch mit der Sesamstraße. Hier Ernies Quietscheentchenlied in der Originalfassung:


Nicht zu vergessen natürlich die Muppet Show. Drei begnadete Sänger singen das Lied von Danny Boy:


Außerdem hat Kermit ab und an die Tonight Show moderiert. Hier ein Zusammenschnitt der Sendung vom 2. April 1979:


Zum Abschluss noch ein Interview mit den Muppets. Teil eins:


Und Teil zwei:

22. Oktober 07

Namenkunde

Nicht immer ist es ganz leicht herauszufinden, auf welchen Namen eine Schauspielerin wohl getauft sein mag. Im Fall von Audrey Hepburn stehen gleich mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Die Encyclopædia Britannica verzeichnet sie auf ihrer Deluxe-CD-Rom von 2003 (siehe auch www.britannica.com) genauso wie das Buch Was geschah am ...? (Dortmund: Harenberg Lexikon Verlag 2000, Seite 363) oder die deutsche Wikipedia-Ausgabe (vom 22. Oktober 2007) als:

Edda Kathleen van Heemstra Hepburn-Ruston

Auf Seite 285 des fünften Bandes des Farbigen Großen Volkslexikons (Mannheim: Bibliographisches Institut 1981, Seite 285 des fünften Bandes) wiederum lesen wir:

Edda H.[epburn] van Heemstra

Chase’s 2006 Calender of Events (New York: McGraw-Hill 2006) bietet auf Seite 259 folgende Möglichkeit an:

Edda Van Heemstra Hepburn-Rusten

Die Liste könnte weiter fortgeführt werden (siehe auch www.accuracyproject.org). Wie wir aber Sean Ferrers Buch Audrey Hepburn. Melancholie und Glanz (Berlin: Henschel 2004) entnehmen können, sind die obigen Angaben allesamt verkehrt. Auf der Geburtsurkunde (abgedruckt auf Seite 16) steht nämlich zu lesen:

Audrey Kathleen Ruston

Da laut Sean Ferrer (Seite 15) Audreys Vater Joseph Victor Anthony Ruston nach dem Krieg Urkunden gefunden hat, auf denen seine Vorfahren mitunter mit dem Namen Hepburn gekennzeichnet waren, nahm Joseph Ruston einen Doppelnamen an, genauso wie es danach auch seine Tochter Audrey tat. Zum Namen Edda sagt Sean Ferrer (Seite 15):

Meine Großmutter nannte meine Mutter während des Krieges zeitweilig "Edda", weil "Audrey" ihrer Meinung nach zu sehr an ihre britische Herkunft erinnerte. Während des Krieges war es im besetzten Holland nicht ratsam, Engländerin zu sein – es hätte die Aufmerksamkeit der deutschen Besatzungsmacht erregen und zur Verhaftung oder gar Deportation führen können.

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