Nicht immer ist es ganz leicht herauszufinden, auf welchen Namen eine Schauspielerin wohl getauft sein mag. Im Fall von Audrey Hepburn stehen gleich mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: Die Encyclopædia Britannica verzeichnet sie auf ihrer Deluxe-CD-Rom von 2003 (siehe auch www.britannica.com) genauso wie das Buch Was geschah am ...? (Dortmund: Harenberg Lexikon Verlag 2000, Seite 363) oder die deutsche Wikipedia-Ausgabe (vom 22. Oktober 2007) als:
Edda Kathleen van Heemstra Hepburn-Ruston
Auf Seite 285 des fünften Bandes des Farbigen Großen Volkslexikons (Mannheim: Bibliographisches Institut 1981, Seite 285 des fünften Bandes) wiederum lesen wir:
Edda H.[epburn] van Heemstra
Chase’s 2006 Calender of Events (New York: McGraw-Hill 2006) bietet auf Seite 259 folgende Möglichkeit an:
Edda Van Heemstra Hepburn-Rusten
Die Liste könnte weiter fortgeführt werden (siehe auch www.accuracyproject.org). Wie wir aber Sean Ferrers Buch Audrey Hepburn. Melancholie und Glanz (Berlin: Henschel 2004) entnehmen können, sind die obigen Angaben allesamt verkehrt. Auf der Geburtsurkunde (abgedruckt auf Seite 16) steht nämlich zu lesen:
Audrey Kathleen Ruston
Da laut Sean Ferrer (Seite 15) Audreys Vater Joseph Victor Anthony Ruston nach dem Krieg Urkunden gefunden hat, auf denen seine Vorfahren mitunter mit dem Namen Hepburn gekennzeichnet waren, nahm Joseph Ruston einen Doppelnamen an, genauso wie es danach auch seine Tochter Audrey tat. Zum Namen Edda sagt Sean Ferrer (Seite 15):
Meine Großmutter nannte meine Mutter während des Krieges zeitweilig "Edda", weil "Audrey" ihrer Meinung nach zu sehr an ihre britische Herkunft erinnerte. Während des Krieges war es im besetzten Holland nicht ratsam, Engländerin zu sein – es hätte die Aufmerksamkeit der deutschen Besatzungsmacht erregen und zur Verhaftung oder gar Deportation führen können.
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